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RSD rejection sensitivity dysphoria

Der Begriff wurde vom US-amerikanische Psychiater Dr. William Dodson geprägt. Er stellte fest, dass viele mit ADHS ungewöhnlich stark auf Ablehnung reagierten. Meine ungefähre Übersetzung: erhöhte Empfindlichkeit auf Ablehnung; Dysphoria ist das Gegenteil von Euphorie.

Niemand mag es abgelehnt zu werden. Aber bei ADHS passiert innerlich weit mehr als ein Bedauern. Eine vermeintliche oder auch nur vorgestellte Ablehnung kann einem in ein schwarzes Loch schicken. Manche beschreiben es auch als körperliche Schmerzen.

Diese negativen Erfahrungen  erleben Menschen mit ADHS besonders intensiv. Unglücklicherweise erleben diese viel häufiger Kritik als neurotypische Menschen. Erschwerend kommt hinzu, dass Emotionsregulierung ein Schwachpunkt bei ADHS ist.
RSD kann sich also zeigen in:

  • ängstlicher Erwartung Ablehnung zu erfahren (und dadurch meinen, mehr leisten zu müssen)
  • bereitwilliger Entgegennahme von negativem Feedback (und stundenlang sich darüber zu grübeln)
  • intensiver Reaktion auf (tatsächliche oder vermeintliche) Kritik (z.B. persönlich nehmen)

Mögliche Folgen

  • Sozialer Rückzug
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Hohe Selbstkritik

Was getan werden kann

  1. Abstand gewinnen zur Situation
  2. sich beruhigen
  3. dann realistisch überprüfen, ob es so gemeint war

Gegenstück zu RSD

Das Gegenstück zu RSD ist Recognition Responsive Euphoria (RRE). RRE wird durch Ermutigung ausgelöst. Lob und positive Kommentare und führen dazu, dass über sich selbst hinauszuwachsen und nicht nur die anderen sondern manchmal auch sich selbst zu verblüffen.

Beide Effekte können Stimmungsschwankungen verstärken.

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